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Auf dieser Seite finden Sie Beiträge zu unseren Projekten oder Kommentare zu aktuellen Themen.

Erfolgreiche Existenzgründung mit einem Gemeindepflegehaus

Mit der erfolgreichen Realisierung des ersten Gemeindepflegehauses in Wesselburen (Schleswig-Holstein) kann nun auch der praktische Nachweis geführt werden, dass Einrichtungen dieser Größe die von Experten und Politik geforderte sozialraumorientierte vollstationäre Versorgung in die Praxis umsetzen und darüber hinaus auch wirtschaftlich betrieben werden können! So erfreut sich das von dem Architekturbüro Schaarschmidt (Solingen), Bauunternehmung Brüggemann und dem INFAQT geplante und realisierte "Hofhaus", -trotz eines Überhangs an Pflegeplätzen im näheren Umfeld-, einer immensen Nachfrage, so dass schon nach einem Jahr ein weiteres Gemeindepflegehaus dieser Art geplant werden soll.

Das bemerkenswerte an diesem Projekt ist aber, dass es im Rahmen einer privaten Existenzgründung entstanden ist. Als Rechtsform wurde von Bernd Nommensen und Birgit Rambach-Nommensen die KG gewählt. Der Eigenkapitalanteil betrug 20% und die Finanzierung wurde gemeinsam mit der lokalen Sparkasse und der Bürgschaftsbank realisiert. Die zu Beginn des Projektes vorhandene Skepsis ist der Überzeugung gewichen, dass mit Hilfe einer sorgfältigen fachlichen und betriebswirtschaftlichen Planung Einrichtungen dieser Größe sehr wohl wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden können. So wurden die Existenzgründer von der Idee bis zur Realisierung, also von der Bauvoranfrage bis zum Abschluß der Vergütungsvereinbarung, durch das INFAQT vor Ort beraten und persönlich unterstützt. Es wurden die Hürden bei den Fragen zur Hygiene und zum Brandschutz, die Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden und auch die Verhandlung eines kostendeckenden Pflegesatzes immer gemeinsam genommen und erfolgreich gemeistert. Das Ergebnis ist ein Wohlfühlhaus sowohl für die Bewohner als auch für die Mitarbeiter. Die sehr wohnliche und herzliche Atmosphäre im Pflegewohnhaus der Nommensen´s, die Großzügigkeit der gemeinschaftlich genutzten Räume, mit offener Wohnküche und Innenhof sind für viele Besucher immer ein "AHA" Erlebnis.

Dies ist hat uns nochmals bestärkt den Schwerpunkt unserer Arbeit, neben den allgemeinen Beratungsaufgaben, zunehmend auf die Entwicklung und Umsetzung wohnortnaher Pflegeangebote zu konzentrieren. Hierfür werden wir die Erfahrungen aus Wesselburen nutzen, um unser Gemeindepflegehaus noch weiter zu verbessern.

Zielgruppen für Einrichtungen dieser Art sind "gestandene" Pflegefachkräfte, die etwas eigenes schaffen wollen aber insbesondere auch ambulante Leistungserbringer im ländlichen und kleinstädtischen Raum, die ihre Leistungen komplettieren und ihren Bestand auf Dauer sichern wollen.

INFAQT schließt sich dem Moratorium gegen "Pflegenoten" an

Seit Juni 2010 werden von den Medizinischen Diensten der Krankenkassen (MDK) an Pflegeheime und Pflegedienste Pflegenoten verteilt: zwischen eins und fünf. Ganz so wie in der Schule.

Die Unterzeichner des Moratoriums bezweifeln nach unserer Auffassung zu Recht, dass dies der richtige Weg ist!

Informieren Sie sich auf http://www.moratorium-pflegenoten.de/ über die Beweggründe der Unterzeichner des Moratoriums.

Wir sind der Auffassung, dass die derzeit erteilten "Noten", nicht zuletzt auf Grund ihrer fehlenden wissenschaftlichen Basis, mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht ausdrücken können, was sie beschreiben sollen.

Die derzeitige "Zwangsbenotung" durch den MDK führt in der Praxis eher dazu, dass die Fachkräfte in den Einrichtungen damit beschäftigt sind, die bekannten Prüfungsfragen zu "pauken". Das Geschäft für Rezeptsammlungen und Beratungsleistungen für eine gute Note floriert. Schreiben für den Prüfer, wie früher in der Schule. Lernen für das Leben geht anders!

Die Verbraucher müssen über die Leistungen und die Qualitäten einer Einrichtung informiert werden. Dies wird nicht in Frage gestellt! Aber ob das derzeitige Verfahren dies leistet wird bezweifelt. Bis zur Klärung der offenen Fragen zum Verfahren sollte das Verfahren deshalb ausgesetzt werden. Es muss sichergestellt werden, dass ein Verfahren auch das misst, was es messen soll.

Ist dies nicht zweifelsfrei gewährleistet, sind "Noten", also die Ergebnisse des Messverfahrens Pflege, irreführend und zur objektiven Beurteilung nicht geeignet.

Informieren Sie sich über Anspruch und Wirklichkeit in der Benotung von Pflegeeinrichtungen. Unterstützen sie die Aktion durch Ihre Beteiligung. Hier können Sie den Text des Moratoriums als pdf Datei abrufen.

Gibt es eine 5. Generation im Pflegeheimbau und wenn ja, was zeichnet sie aus?

In einem Artikel der CAREkonkret vom 11.3.2011 taucht wieder einmal der Begriff der 5. Generation des Pflegeheimbaus auf. Grund genug, einmal näher zu  untersuchen, was diese Generation auszeichnet bzw. auszeichnen könnte.

Das Ausrufen einer Folgegeneration zu der sogenannten 4. Generation, den Hausgemeinschaften, ist zwar nicht wirklich neu, aber sie wurde in diesem Beitrag nicht nur mit strukturellen und konzeptionellen Inhalten, sondern auch mit spezifischen baulichen Qualitäten verknüpft. Dies verlangt natürlich einer besonderen Aufmerksamkeit, da Hinweise und Empfehlungen des Kuratoriums Deutsche Altershilfe sehr häufig von Bauherrn und Architekten aufgegriffen werden und die Qualitätsentwicklung im Pflegeheimbau beeinflussen.

Um aber eine Beurteilung und Bewertung vornehmen zu können, sollte die "Generationenfolge" allerdings bekannt sein. Hilfreich ist hier ein informativer Beitrag von Frau Gudrun Kaiser, damals noch KDA Architektin, "Vom Pflegeheim zur Hausgemeinschaft".

Bei näherer Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Thema wird deutlich, dass die Öffnung in den Stadtteil, heute häufig mit dem Schlagwort "Quartiersbezug" belegt, schon ein wichtiges, konzeptionelles Element der 3. und insbesondere der 4. Generation war und ist. Dabei ist es unstrittig, dass sich modern, geführte Pflegeeinrichtungen (jeder Generation) nicht mehr als geschlossene Monostruktur in einem offenen und sich permanent bewegenden Markt verstehen können. Ein zeitgemäßes Pflege- und Betreuungskonzept schließt also schon heute das unmittelbare Lebensumfeld der Bewohner und damit auch das regionale Umfeld mit ein. Gemeinwesenarbeit und Nachbarschaft sind in einem modern konzipierten Heim, unabhängig von seiner baulichen Struktur, unverzichtbare Elemente geworden. Dies alleine kann also keine neue Generation begründen.

Eine 5. Generation, die diesen Namen wirklich verdienen könnte, sollte darüber hinaus die baulichen als auch konzeptionellen Grenzen zwischen dem Wohnen in sogenannten Normalwohnungen und dem Wohnen in einer Einrichtung vollständig überwinden können (Dies war zumindest die Grundidee der Verfasser der 4. Generation).

Wie dies gelingen kann und wohin die Reise geht, zeigen uns Mut machende Konzepte angelehnt an das "Bielefelder Modell" oder das "Stadtteilhaus Huchting", der Bremer Heimstiftung. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von privaten Initiativen und auch Projekten in der Freien Wohlfahrtspflege, die die Grenzen zwischen ambulant und vollstationär, zwischen Wohnen im Stadtteil und Wohnen in Sonderarchitekturen für Ältere auflösen helfen.

So werden im Rahmen des diesjährigen DRK Altenhilfepreises wieder beispielgebende Projekte ausgezeichnet, die erfolgreich den Sozialraum für ältere Menschen gestaltet und somit die Entwicklung einer 5. Generation eingeleitet haben.

Ein wesentliches Merkmal quartierbezogener Konzepte ist allerdings, dass diese in der Regel keine neuen Sonderwohnformen und Architekturen schaffen. Sie setzen vielmehr auf eine sensible und bedürfnisorientierte Anpassung der bestehenden Wohnstrukturen und eine sowohl städtebauliche als auch sozialräumliche Einbindung in die Stadteile oder Gemeinden.

Vor diesem Hintergrund ist der vielleicht gut gemeinte bauliche Vorschlag des Kuratoriums Deutsche Altershilfe in dem eingangs genannten Beitrag missverständlich und u.U. daher auch kontraproduktiv.

Das beschriebene Appartement von gerade einmal 18qm erfüllt weder die Bedürfnisse eines älteren Menschen an eine eigene Wohnung, noch handelt es sich um ein bedürfnisgerechtes  und effizient geplantes Pflegezimmer.  

Im Gegenteil: Zimmer dieser Art müssen zur Zeit mit nicht unerheblichen finanziellen und baulichen Aufwand modernisiert und umgebaut werden, da für diese keine Nachfrage besteht (Wohnraum zum "Wohnen" zu klein und/oder als Altenheimplatz zu teuer), bzw. die kostenträchtige Ausstattung mit einer Kochzeile, in einer Hausgemeinschaft für Pflegebedürftige überflüssig ist.

Das vorgestellte Appartement entspricht, bis auf geringfügige Abweichungen, den schon lange überholten Richtlinien in NRW für den Bau von Altenheimen/Altenwohnanlagen. Die Grundidee der damaligen Richtlinien, Umzug in eine Altenwohnanlage bei überwiegend hauswirtschaftlichem Bedarf, wurde zwischenzeitlich wesentlich bedürfnisgerechter und marktorientierter durch Formen des Betreuten Wohnens, bzw. Servicewohnens, aufgegriffen. Hier erhalte ich mehr Raum für das gleiche Geld. Warum also sollte ein älterer Mensch in ein solches Appartement einziehen und seine lieb gewonnene Wohnung aufgeben?

Entweder entscheidet er sich im Vorfeld von Pflegebedürftigkeit für eine geeignete Wohnung (bedingt durch die Demografie entwickeln zunehmend auch Wohnungsbauunternehmen innovative Betreuungs- und Wohnkonzepte im Bestand) oder der zu Hause nicht mehr abzudeckende Pflegebedarf ist der Grund. Dann sollte er in eine Pflegeeinrichtung der 4. Generation einziehen können, in der das Leben in einer Gemeinschaft und eine professionelle Pflege im Vordergrund stehen.

Die vom Kuratorium Deutsche Altershilfe vorgestellte 5. Generation unterstreicht zu Recht die Bedeutung des Sozialraums (Quartiers)  für neue Wohnprojekte, verbindet diese allerdings bedauerlicherweise mit einer baulichen Vision, die weder zeitgemäß noch marktorientiert ist.

Eine wirklich neue Generation sollte aber die Erfahrungen Ihrer Ahnen nutzen und Fehler der Vergangenheit vermeiden. In diesem Sinne ist es sehr bedauerlich, dass der ohne Frage innovative konzeptionelle Ansatz der "Quartiershäuser" durch das beigefügte bauliche Grundkonzept so belastet wird. Wir sind uns aber sicher, dass die erfahrenen und marktorientierten Träger und Betreiber von Altenhilfeeinrichtungen, losgelöst von Grundrissen, an der Weiterentwicklung der 4. zur 5. Genration arbeiten werden. Beispiele hierfür gibt es in Deutschland und bei unseren europäischen Nachbarn genug.

Deutscher Altenhilfepreis 2011

Die Familie Josef Kreten-Stiftung, Treuhandstiftung des Deutschen Roten Kreuzes e.V., möchte mit dem Deutschen Altenhilfepreis zukunftweisende Projekte, Aktivitäten und Initiativen prämieren und dadurch zur Nachahmung anregen. Der Stiftungspreis wird alle zwei Jahre vergeben. Er wurde auf einer Festveranstaltung, im Rahmen eines bundesweiten Fachkongresses der DRK-Altenhilfe vom 12.04.-14.04.2011 in Berlin, den Preisträgern überreicht.

Ausschreibungthema 2011:

Ehrenamt und Hauptamt im Quartier
Soziale Räume im Alter gestalten

Die Gewinner 2011 sind:

1. Preisträger
Stadt Rödental mit dem Projekt "Wie eine ganze Stadt daran arbeitet, dass Ihre Senioren so lange wie möglich zu Hause bleiben können"

2. Preisträger
Diakonische Werk im Kirchenkreis Halberstadt e. V. mit dem Projekt "neues wohnen"

3. Preisträger
Caritasverband Frankfurt e. V. mit dem Projekt "Wegbegleiter und Interkulturelle Öffnung (IKÖ)"

Über die Vergabe des Förderpreises entscheidet eine unabhängige und fachlich kompetente Jury.

Mitglieder der Preisjury sind:

  • Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Stiftungskuratoriumsvorsitzende und Vizepräsidentin
    des Deutschen Roten Kreuzes e.V.
  • Herr Prof. Dr. Andreas Kruse Direktor des Institutes für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Frau Sibylle Laurischk, MdB Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren,Frauen und Jugend, Deutscher Bundestag, Berlin
  • Herr MinDir Dieter Hackler, Abteilungsleiter Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Engagementpolitik
    im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Frau Doris Schmidt, Leiterin des Teams Altenhilfe und Gesundheitsförderung
    im Deutschen Roten Kreuz Generalsekretariat, Berlin
  • Herr Rolf Gennrich, Geschäftsführer des INFAQT Institut für Altenwohnbau und Qualitätsmanagement GmbH, Solingen
  • Herr Stefan Neumann, Chefredakteur im VincentzNetwork, Hannover

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Neugestaltung der Webseite schreitet voran

Nach mehr als sieben Jahren haben wir uns entschlossen unser Erscheinungsbild im Internet aufzufrischen. Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser neues "Outfit" gefällt.

Eine komplette Überarbeitung war auch aus technischen Gründen erforderlich, da unser "altes" System nicht mehr ohne Hilfe eines Spezialisten gepflegt werden konnte. Dies hatte leider zur Folge, dass wir unsere Seite stark vernachlässigt und nur selten aktualisiert haben. Da unser neues System nunmehr eine (wirklich) einfache Aktualiserung zulässt, werden wir das "Versäumte" nachholen und versprechen Ihnen diese Möglichkeit zukünftig auch intensiv zu nutzen.

Bewährtes wurde erhalten

Der Anspruch des INFAQT, seine Kunden immer individuell und ergebnis- und praxisorientiert zu beraten ist unverändert geblieben; gleichwohl das Aufgabenspektrum in den letzten Jahren deutlich weiter gefasst wurde. Die Schwerpunkte des INFAQT waren und sind die Suche, die Entwicklung und die Umsetzung neuer Wohnformen für ältere Menschen. Dies schließt Moderniserungsmaßnahmen bestehender Einrichtungen ebenso ein, wie die Planung und den Bau von neuen, wohnortnahen Einrichtungen.

In den vergangenen Jahren stand die Entwicklung von zukunftsfähigen Konzepten im "Bestand" und die fachliche Überprüfung und Beurteilung von "planungsreifen" Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Vordergrund. Eine solche trägerunabhängige und fachkundige Begleitung oder auch nur "Endkontrolle" durch das INFAQT hat oft geholfen Planungsfehler zu vermeiden und auch die Investitionskosten bei deutlich gesteigerter Wohn- und Betreuungsqualität im Griff zu behalten.